AHA Media Group, Inc. |  Homepage
Click here for AHA Media Group related news!
AHA Media Group, Inc. |  Our Audio Services
AHA Media Group, Inc. |  Our Internet Services and some of our clients
AHA Media Group, Inc. |  Journalism & Photography
AHA Media Group, Inc. |  Friends and other useful Links
AHA Media Group, Inc. |  Diese Website in Deutsch - This site in German language

Click here to send us an e-mail

Hier die Originalversion des Artikels, der in der Funkschau 1/2 1998 erschienen ist. Zusätzlich einige Bilder, die dort keinen Platz gefunden haben. Der endgültige Funkschau-Artikel ist etwas nüchterner und eher technikbezogen.

Alexander Hast

Goldgräberzeit im Internet:

Online-Banking mit der Stagecoach

Wells Fargo hat Filialen im Internet, bei AOL und WebTV - Sicheres Banking kein Problem

Von Alexander Hast

Wer kennt sie nicht aus den Western mit John Wayne und Co., die Postkutsche, die im rechten Seit dieser Artikel geschrieben wurde, hat Wells Fargo die Site leider überarbeitet.Moment überfallen wird, damit der Held den Bedrängten im Inneren zu Hilfe eilen kann? Die Aufschrift auf diesem Stück amerikanischer Geschichte (nicht nur Filmgeschichte) ist in der Regel "Wells, Fargo & Co.". Eine Bank dieses Namens, Wells Fargo, hat sich bis in die Neuzeit erhalten. Und als legitimer Nachfahre der Western-Gesellschaft nutzt sie weidlich das Logo mit der Postkutsche, das einem auch bei einem Besuch der Online-Bank unweigerlich begegnet. Unstrittig gibt Wells Fargo in den USA die schönsten Schecks und Bank-Karten aus, weil - im Sinne amerikanischer Vergangenheit und Geschichte - die romantischsten Motive darauf abgebildet sind. Bleibt noch die Frage, die sich auch Online-Bankkunden weltweit stellen: Wie funktionell und sicher ist die moderne Postkutsche im Internet?

Der Zugriff auf die Homepage ist weltweit kein Problem: http://www.wellsfargo.com lautet die Adresse der Kalifornischen Bank. Und getreu der ererbten Firmenidentität, die in den USA hervorragend ankommt, zeigen sich die ersten Bilder aus der Zeit, als der Westen noch wild war und die Banken von bekannten Banditen wie Jesse James oder Billy the Kid reihenweise ausgeräumt wurden. Der (Anti-)Held von Wells Fargo ist Black Bart, der 28 Stagecoaches überfiel, bevor man ihn erwischte.

50 Gratis-Stunden bei AOL

Wells Fargo unterhält seit neuestem auch eine Filiale beim Online-Dienst America Online, kurz AOL. Unter dem Kennwort "Wells Fargo" kann die AOL-Gemeinde auf das neue Angebot zugreifen. Damit AOL auch etwas davon hat, verteilen die Bankmitarbeiter Wells Fargo-modifizierte AOL-Software an interessierte Kunden. Mit 50 kostenlosen Online-Stunden sollen die Kunden für AOL interessiert werden. Die monatlichen Gebühren für AOL sind darin nicht enthalten. Die AOL-Mitgliedschaft kostet inklusive drei Stunden kostenlosem Zugriff 4,95 US-Dollar monatlich, jede weitere Stunde schlägt dann mit 2,50 Dollar zu Buche. Die Mitgliedschaft mit fünf freien Stunden kostet 9,95 Dollar im Monat und jede weitere Stunde 2,95 Dollar. Für 19,90 US-Dollar pro Monat gibt es bei AOL allerdings bereits zeitlich unbegrenzten Zugriff. Ob das Wells Fargo-Angebot also in dieser Hinsicht ein so gutes Geschäft ist, ist fraglich.

Hinzu kommt die Tatsache, daß der eigentliche Zugriff über die lokalen Telefon-Einwahlknoten - zumindest im Bereich von Los Angeles - eine gehörige Portion Geduld und Spieltrieb erfordert. Das erfolgreiche Einwählen nach 17 Uhr kommt in LA schon fast einem Gewinn beim Roulette gleich. Die Bemühungen von AOL, das zu ändern, halten sich in sehr engen Grenzen - Glücksspiel hat im Westen halt Tradition und Las Vegas ist ja auch nur fünf Stunden Fahrzeit entfernt. Wenn man es allerdings geschafft hat - entweder nach Minuten oder nach Stunden - Kontakt zu AOL herzustellen, kann man sich dort wie zu Hause fühlen. Dementsprechend einfach sind dort auch - ebenso wie im Internet - die Bankgeschäfte zu erledigen. Für diejenigen, denen die Einwahl in AOL zu mühselig und langwierig ist, hat Wells Fargo in dem Online-Paket auch einen Tip parat: "Wenn sie sich gegen AOL entscheiden, nutzen Sie die 50 Stunden vor Ablauf eines Monats und melden sich wieder ab. Es entstehen Ihnen keine weiteren Kosten".

Die Bankgeschäfte innerhalb von Online-Diensten wie AOL, CompuServe oder T-Online sind ja leidlich sicher. Im Internet dagegen ist die Besuchergruppe nicht so leicht zu kontrollieren. Wer sich in einem Online-Dienst bewegt, ist in der Regel ein registriertes Mitglied in dem jeweiligen Verbund. Wer übers Internet kommt, hat eigentlich nur einen Computer nötig, um die Bank zu besuchen.

Sicherheit beim Bankgeschäft

Schießende Kutscher helfen, so romantisch diese Vorstellung auch irgendwie sein mag, als Wachposten für die Sicherheit im Internet nicht weiter. Also hat sich Wells Fargo etwas zeitgemäßes einfallen lassen müssen. Das System nennt sich "distributed security". Ein Sicherheitssystem, das auf mehreren Faktoren basiert und in drei grundsätzliche Elemente eingeteilt ist: Sicherheit bei der Bank, Sicherheit bei der Datenübertragung und Sicherheit beim Computer des Kunden. Soweit hat dieses System noch nichts mit einer Verschlüsselungsnorm im Browser beziehungsweise für die Übertragung zu tun. Distributed Security bedeutet soviel wie 'geteilte Sicherheit' und beinhaltet in der Praxis mehrere Sicherheitssysteme, die bei Transaktionen zusammenspielen und sich ergänzen. Beim Kunden, beim Datentransport und bei der Bank selbst.

Fangen wir beim Kunden an: Die erste Sicherheitshürde ist die Social Security Number, die Sozialversicherungsnummer des Kunden oder desjenigen, der es werden will. Diese Nummer, die individuell von der zuständigen Behörde in den USA vergeben wird, hat jeder Amerikaner im Kopf, da er sie bei allen möglichen Gelegenheiten braucht. Beispielsweise um den Führerschein zu machen oder eben ein Bankkonto zu eröffnen.

„Money" gibt’s gratis zum Start

Die zweite Hürde ist das Paßwort, das dem Online-Kunden von Wells Fargo an die Postanschrift in Kalifornien geschickt wird. Diese zweite Sicherheitshürde soll, so schlägt Wells Fargo vor, vom Kunden auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Der Online-Kunde soll das Paßwort ständig wechseln. Hinzu kommt, daß Wells Fargo den Kunden rät, direkt nach dem Erledigen der Bankgeschäfte auszuloggen. Und falls der Kunde das nicht selbst macht, ergreift Wells Fargo aus Sicherheitsgründen nach zehn Minuten Leerlauf die Initiative und loggt den Kunden aus.

Als besonderes "Bonbon" für Online-Interessierte, die sich bei Wells Fargo für den Internet-Service anmelden, gibt es - solange der Vorrat reicht - gleichzeitig mit dem Paßwort, das der Kunde per Post ins Haus geschickt bekommt, die Geldverwaltungssoftware "Microsoft Money 97" gratis dazu. So populär, daß ein Amerikaner etwas gänzlich neues mit seinem Geld anfangen würde, ohne etwas dafür zu bekommen, ist das Erledigen von Bankgeschäften Online im Internet in den USA nämlich noch nicht. Und gerade in Kalifornien hat das Sammeln von Gutscheinen und Coupons schon fast volkssportlichen Charakter. Also gibt es auch von der Bank einen Anreiz für die Kunden, sich mal ernsthaft mit dem Thema zu beschäftigen. In Microsoft Money läßt sich der aktuelle Kontostand ganz hervorragend verfolgen. Das Programm bekommt nach dem Einloggen in die persönliche Kontoseite nämlich einen Download zur Verfügung gestellt, der die Kontenstatistik automatisch auf den neuesten Stand bringt. So liegen jederzeit alle wichtigen Kontoinformationen vor.

Kostenloser Kontocheck

Kostenlos ist nicht nur die Geldverwaltungssoftware, die man von der Bank bekommt, sondern auch die Kontrolle aller bei der Bank bestehenden Konten via Internet, mit der die Kundschaft langsam an das Thema Online-Banking herangeführt werden soll. Das heißt: als Kunde kann ich meinen Kontostand auf allen bestehenden Konten einsehen, zu denen in den USA auch Kreditkartenkonten gehören, die letzten Transaktionen (bis zu zwei Monaten) zurückverfolgen und Geld auf meinen eigenen Konten hin- und herschieben. Das alles ist kostenlos. Wenn es an das Bezahlen und Überweisen von Rechnungsbeträgen geht, kommen natürlich Gebühren auf die Kunden zu. Obwohl auch hier als Anreiz, die Sache mal zu versuchen, die ersten beiden Monate gratis sind. Danach kostet dieser Service fünf US-Dollar, also rund neun Mark, pro Monat.

Der zweite Eckpfeiler des Sicherheitssystems ist der Transport, bei dem Wells Fargo ja schon zu Zeiten der Stagecoaches - abgesehen von diversen Überfällen - einen erstklassigen Ruf erworben hat. Zum Thema Datensicherheit erklärt Wells Fargo, daß sie sich als die Bank, die als erste große Finanzinstitution Internet-Banking anbiete, intensiv mit den Sorgen ihrer Kunden auseinandergesetzt habe. Die Experten von Wells Fargo hätten als erster Anbieter dieses Dienstes von Grund auf ein Sicherheitssystem entwickeln müssen, das den modernsten Anforderungen genüge. So sorgt Wells Fargo dafür, daß alle Verbindungen nur verschlüsselt erfolgen. Laut Wells Fargo in der effektivsten Verschlüsselungsnorm, die im Geschäftsbereich des Internets genutzt wird. Sollte die Sitzung aus irgendwelchen Gründen nicht mehr verschlüsselt erfolgen, wird sie automatisch von Wells Fargo beendet.

Ein weiterer Punkt in der Sicherheitskette ist, daß die Kontonummern nie vollständig auf dem Bildschirm auftauchen. Die letzten Nummern sind durch "XX" ersetzt. Hinzu kommt, daß der Name des Kunden überhaupt nicht auftaucht. Falls also jemand den Datenverkehr anzapfen sollte, erhält er keinerlei Information, die er in irgendeiner Art und Weise verwenden könnte.

Wells Fargo testet neue Software auf Sicherheit und empfiehlt den Kunden die entsprechenden Browser. Ein Punkt dabei ist, daß der Browser die Nutzerdaten nicht automatisch auf die Festplatte des Computers kopiert. Der Nutzer muß das explizit per Download selbst machen, wenn er es wünscht.

Die von Wells Fargo freigegebenen Browser sind:

Browser Name Verschlüsselung Konteneinsicht Überweisungen: Netscape Navigator 1.1Xoder neuer, MS Internet Explorer 3.02 für Windows 95 oder NT 4.0, MS Internet Explorer 3.01 für Windows 3.1 oder NT 3.51, Microsoft Internet Explorer 3.0 für Macintosh, America Online 3.0 für Windows 95/Windows 3.X und WebTV.

Wer möchte, kann seinen Browser auch direkt auf der Wells Fargo-Page auf Bank-Sicherheit testen lassen. Mit einem Click auf den Menüpunkt Browser-Security bringt man Wells Fargo dazu, den Browser auf dem eigenen Computer unter die Lupe zu nehmen und auf dem Bildschirm taucht sofort das entsprechende Ergebnis mit Kommentar auf. Wells Fargo erklärt in dem Kommentar, welche Transaktionen mit diesem Browser möglich - weil von der Bank aus Sicherheitsaspekten genehmigt - sind und welche nicht. Wie aus der Tabelle hervorgeht, sind bankinterne Transaktionen bereits mit einer Browser-Verschlüsselungstiefe von 40 Bit erlaubt. Wahrscheinlich, weil sie problemlos rückgängig gemacht werden können, wenn doch einmal ein 'Hacker' in verbotenen Konten herumtransferiert. Bankgeschäfte, die nach außen gehen, wie Überweisungen von Rechnungen und ähnliches, verlangt nach einer Verschlüsselungstiefe von 128 Bit. AOL und WebTV bieten diese Verschlüsselung serienmäßig, deshalb ist bei dem Online-Dienst und dem neuen Fernseh-Internet ein Browser-Test nicht notwendig.

Der Transport ist aber unter anderem bereits dadurch relativ sicher, daß die Informationen für den Transport im Internet in kleine Datenpakete zerlegt werden, die erst beim Empfänger wieder zu sinnvoller Information zusammengefügt werden. Wenn zusätzlich noch eine Verschlüsselung benutzt wird, wie es bei Wells Fargo der Fall ist, kann man davon ausgehen, daß die Informationen relativ sicher und von Hackern unbemerkt zum legitimen Empfänger gelangen.

Die Verschlüsselung

Einfach definiert ist Verschlüsselung die Umwandlung von verständlicher Information in codierte, für den nicht Eingeweihten unverständliche Zeichen. Wells Fargo nutzt die Verschlüsselung seit mehr als 100 Jahren. Ein einfacher Satz wie „Wir zahlen morgen 1.000 Silberdollar aus" wurde zu Zeiten der Stagecoach als „Petrify Ambition Distaff Thorny" über die Telegraphenleitungen geschickt. Ganz so einfach ist es heute nicht mehr, das System an sich hat sich aber erhalten.

Alle Informationen, die während des Online-Bankings durch den Cyberspace geschickt werden, vom Paßwort bis hin zu den Anweisungen, eine Rechnung zu bezahlen, wird in einen Datenstrom unleserlicher Zahlen gewandelt, bevor sie die Reise durchs Internet antreten. Sowohl der Browser des Kunden als auch der Computer bei Wells Fargo versteht die Algorithmen, mathematische Formeln, nach denen die Informationen in sinnlose Datenreihen verwandelt werden. Nur mit diesen Algorithmen, die sozusagen als Schlüssel dienen, ist es möglich, den Datenstrom wieder in sinnvolle Information zu verwandeln. Jeweils bei Beginn des Online-Bankings einigen sich der Browser des Kunden und der Wells Fargo Computer auf eine zufällig generierte Zahl, die als Schlüssel für den Rest der Sitzung gilt. Damit ist die Verständigung gesichert. Im Vergleich zur 40 Bit-Verschlüsselung, die laut Wells Fargo unter einigen Milliarden verschiedenen Schlüsseln für die jeweilige Bank-Session auswählen kann, bietet die 128 Bit-Verschlüsselung mit einer 288-fachen Anzahl möglicher Schlüssel noch erheblich mehr Sicherheit.

„Firewall" bei Wells Fargo

Als bankseitige Sicherheiten bietet Wells Fargo einen „Firewall", der nur autorisierte Informationen passieren läßt. Um diesen Kontrollpunkt zu überwinden, muß der Browser das autorisierte Protokoll kennen, das ihn berechtigt, auf den Computer zuzugreifen. Darüber hinaus wird vom Wells Fargo-Sicherheitsteam permanent kontrolliert, ob irgendjemand versucht, in das System einzudringen.

Alle diese Sicherungen zusammengenommen bilden das System der "distributed security" und ausreichende Sicherheit gegen Angriffe aus dem Net. Wer also Wells Fargo überfallen möchte, sollte das in traditioneller Art und Weise mit einem stilechten 38er oder 45er Revolver tun und auf elektronische Tricks verzichten. Obwohl auch das, wie Wells Fargo glaubhaft versichert, ein relativ aussichtslosen Unterfangen ist.

Banking mit WebTVHier geht's zu WebTV

Nachdem Bill Gates´ Microsoft das Unternehmen WebTV für 425 Millionen US-Dollar gekauft hat, wird sich der Begriff WebTV wohl schneller verbreiten als es sonst der Fall gewesen wäre. WebTV ist Internet, das mit einem Decoder, der die Websites auf Fernsehformat zurechtstutzt und per integriertem Modem die Verbindung via Telefonleitung aufbaut, auf den heimischen Fernseher gebracht wird. Auch Wells Fargo ist bereits im WebTV vertreten. Seit dem 17. Juni 1997 unterstützt WebTV eine 128 Bit-Verschlüsselung, eine der sichersten im Internet. Der WebTV-Browser ist mit allen Webseiten kompatibel, die auch mit Netscape 3.0 oder Microsoft Internet Explorer (MSIE) 3.0 kompatibel sind. Regelmäßige WebTV-Updates sorgen dafür, daß die WebTV-Technik mit allen wichtigen Standards, dazu gehört auch die sichere Datenübertragung, kompatibel bleibt. Wer mehr über seine Verschlüsselung wissen will, drückt einfach auf die „Info"-Taste des Keyboards oder erst auf „Optionen" und dann „Info" bei der Fernbedienung. Falls die Meldung „Security Details" eingeblendet wird, ist die Seite sicher. Mehr Informationen darüber gibt es dann, wenn man auf diese Meldung klickt.

Wells Fargo - Die Website

Die Website von Wells Fargo ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Cowboy-Romantik mit wahrem Hintergrund ist das mindeste, was der Besucher dieser Site mit auf den Weg bekommt. Wer will, kann sich dort aber auch über den Wilden Westen informieren, wie er wirklich war. Kleine Geschichten um die Geschichte der Bank, die 1852 in Kalifornien gegründet wurde, zeichnen ein - wenn auch leicht verklärtes - Bild des Lebens in Goldgräbercamps, den ersten Siedlungen und kleinen Städten des Sonnenstaates an der Westküste der USA. Ergänzt und unterstrichen werden die Texte durch qualitativ gute Scans damaliger Original-Photographien.

Deutsche Bank zum Online Banking:

„45 Millionen Transaktionen in drei Jahren"

Wir baten die Deutsche Bank um eine Stellungnahme zum Thema Online-Banking und zur Sicherheit der Transaktionen bei dieser Art des Geldverkehrs. Klaus Thoma von der Pressestelle der Deutschen Bank gab uns folgendes Statement:

„Online-Banking ist bei der Deutschen Bank bereits seit 1982 möglich. Hierzu zählt der bisher als klassisches Homebanking verstandene Zugangsweg über T-Online (vormals Btx/Datex-J), seit dem 18. November 1996 aber auch der Zugang zur Bank via Internet, der im September dieses Jahres um die Wertpapier-Order ergänzt wurde (Internet-Banking & Broking). Online-Banking über den Anbieter America Online (AOL) ist seit diesem Jahr ebenfalls moeglich.

Mittlerweile nutzen rund 250.000 Online-Kunden mit etwa 700.000 Konten/Depots dieses Angebot der Deutschen Bank. Ein weiterer Online-Zugangsweg: Das 24-Stunden-Telefon-Banking. Hierüber können sich Kunden der Deutschen Bank bundesweit seit Ende 1994 telefonisch über elf regionale und eine bundesweite Service-Nummer an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr an ihre Bank wenden.

Zur Sicherheit: Bei mehr als 45 Millionen Transaktionen unserer Kunden über Btx und Telefon-Banking der Deutschen Bank in den vergangenen drei Jahren sind keine Fälle von Mißbrauch bekannt geworden. Für Kunden, die den Bankzugang über das offene System Internet bevorzugen, etwa weil sie mit unserem Internet-Banking & Broking auch vom Ausland aus einen bequemen Zugang zu ihrem Konto haben, hat sich die Deutsche Bank fuer die Software-Verschlüsselung mittels JAVA-Applets entschieden (näheres unter http://www.deutsche-bank.de/banking/index.htm

Wells, Fargo & Co.:

Von der Stagecoach in den Supermarkt

Seit 145 Jahren ist das Unternehmen in Kalifornien - eine wechselvolle Geschichte

Früher retteten sich die Kutscher der berühmten Wells, Fargo & Co. Stagecoach mit gezielten Schüssen vor den Banditen, die heute mit klingenden Namen in den Geschichtsbüchern verewigt sind. Die Stagecoach ist wohl das bekannteste Wahrzeichen für den Wilden Westen. Heute verfügt Wells Fargo neben den Bankniederlassungen vor allem über Filialen in Supermärkten wie VONS oder RALPHS. Zurück zu den Ursprüngen, wie es scheint, denn Wells Fargo wurde in Goldgräbersiedlungen groß, wo der "Supermarkt" gleich nebenan oder gar in der Filiale selbst war.

Am 24. Januar 1848 erspähte James Marshall ein Stück glitzernden Goldes im Mühlrad von John Sutter's Sägemühle in Coloma, Kalifornien. Die Neuigkeit über den Goldfund verbreitete sich wie ein Lauffeuer über Amerika und den Rest der Welt.

Bis zum Jahre 1852 hatten eine viertelmillion Goldsucher den Sonnenstaat Kalifornien überschwemmt. In der Zwischenzeit maßen zwei erfolgreiche Geschäftsleute an der Ostküste der Vereinigten Staaten, Henry Wells und William G. Fargo, vorsichtig die Temperatur des Goldfiebers im Westen. Am 18. März 1852 war die Temperatur offenbar hoch genug. Wells und Fargo gründeten ein neues Bank- und Transportunternehmen: Wells, Fargo & Co.

Büros in „Rattlesnake Bar" und „Hangtown"

Am 13. Juli 1852 eröffnete das Unternehmen sein erstes Büro in der Montgomery Street in San Francisco. Wells Fargo begann auch Geschäfte in Sacramento, dem Tor zu den Minen. Im Februar 1855 ruinierte eine Finanzkrise die beiden größten Bankhäuser in Kalifornien. Wells Fargo blieb davon verschont, blieb zahlungsfähig und ging aus der Krise als größtes Bank- und Transportunternehmen des Staates Kalifornien hervor. Im Herbst 1855 unterhielt Wells Fargo 55 Büros in Kalifornien, die sich ebenso in rauhen und unwirtlichen Goldgräbercamps wie Rattlesnake Bar, Hangtown oder You Bet befanden wie auch in Los Angeles und Hafenstädten wie San Diego und Santa Barbara.

Ebenso wie die Anzahl der Büros wuchs auch der gute Ruf von Wells Fargo und das Vertrauen in die Zuverlässigkeit des Unternehmens. 1865 schrieb ein Zeitungsredakteur, daß es Wells Fargo Büros "in jeder Stadt und jedem Dorf gibt. Ein Billard-Saloon, ein Restaurant und ein Wells Fargo-Büro sind die ersten drei Bestandteile einer Goldgräbersiedlung".

„Black Bart the Po8"

Stagecoaches mit Passagieren, Gold und wichtiger Post beladen, fuhren über die staubigen Straßen von Kalifornien. Banditen wie Black Bart, der zwischen 1875 und 1883 maskiert 28 Stagecoaches ausraubte und den Detektiven von Wells Fargo Gedichte hinterließ, machten Geschichte. Man kam "Black Bart the Po8", wie er sich selber nannte, erst auf die Spur, als er bei einem Überfall ein Taschentuch mit der Kennzeichnung der Wäscherei verlor: FX07. Diese Spur verfolgten die Wells Fargo-Detektive bis zu einem Minen-Ingenieur mit Namen Charles Boles in San Francisco. Für seinen letzten Überfall verbrachte Boles vier Jahre in San Quentin und verschwand dann spurlos.

Als die Dampfloks langsam die Stagecoaches ersetzten, hatte sich auch die Wirtschaft gewandelt. Landwirtschaft und Industrie ersetzten die Minen als Eckpfeiler der Kalifornischen Wirtschaft. Und das sonnige Klima von Kalifornien zog noch einen besonderen Industriezweig an: die Filmstudios. Wells Fargo Express-Lieferservice sorgte dafür, daß das Publikum im ganzen Land die neuesten Hollywood-Filme sehen konnte.

Währenddessen vollzogen sich fundamentale Wechsel im Unternehmen Wells Fargo. Im Jahre 1904 verlegte Wells Fargo & Co. sein Hauptquartier für den Transportdienst nach New York. Die Bankgeschäfte blieben in San Francisco. Am 22. April 1905 fusionierte "Wells Fargo & Co's Bank" mit der Nevada National Bank.

Trotz Erdbeben – „Safe intakt"

Ein Jahr später ereilte die neugegründete Bank eine Naturkatastrophe. Am 18. April 1906 erschütterte ein starkes Erdbeben Nordkalifornien. Das Gebäude der Wells Fargo Nevada National Bank brannte bis auf die Grundmauern nieder, aber der Kassierer Frederick Lipman entschied, daß das Geschäft weiterlaufen müsse. Er telegraphierte den Partnerbanken: "Gebäude zerstört. Safe intakt. Bonität nicht beeinträchtigt."

San Francisco wurde wieder aufgebaut und die Bank florierte. Zwischenzeitlich war der Wells Fargo Express Service, das Transportunternehmen, im ganzen Land vertreten. Am 1. Juli 1918 übernahm die Regierung das Unternehmen als kriegsbedingte Maßnahme und der Name Wells Fargo verschwand über den Eingängen von 916 Büros in Kalifornien und mehr als 9.000 weiteren in den Vereinigten Staaten. Wells Fargo's Bankgeschäfte blieben in San Francisco.

Im Jahre 1923 fusionierte Wells Fargo mit der Union Trust Company of San Francisco und dehnte seine Bankgeschäfte auf diese Weise etwas weiter aus. Während der Weltwirtschaftskrise und zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges gelang es der Wells Fargo Bank & Union Trust, ihren guten Ruf als Full-Service-Bank mit zwei Büros in San Francisco zu erhalten.

Hier geht's zu Wells Fargo Homepage

Zurück zur AHA Media Group, Inc.-Homepage